Unser Logo
Nichts
Startseite

Bioelektrische Messungen

Kontakt
Linie
Bericht aus der Zeitschrift 'G&H - Gebäudetechnik und Handwerk' von Sonja Pfaff
Die Entwicklung geht weiter
Powernet EIB in der Praxis

Die Einsatzmöglichkeiten des Powernet Systems sind heute so vielfältig wie nie zuvor. Der folgende Beitrag schildert einmal die Alltagserfahrungen eines Elektromeisters mit dieser Technik. An einem Projektbeispiel wird dabei auch gezeigt, wie man seine Kunden für moderne Installationstechnik begeistern kann.

Bild_1
Johann Wilke und sein Controller. Damit steuert er nicht nur die Beleuchtung in der Zirbenstube - auch die Außenleuchten und alle Jalousien hat er damit unter Kontrolle.

Schneeflocken fallen. Das Knacken des Kamins und der warme Duft des Holzes um uns herum lassen Skiurlaubs-Gefühl aufkommen. Doch wir sind nicht in den Alpen, sondern mitten im Sauerland und sitzen in der Zirbenstube von Johann Wilke (Name geändert).
Mit diesem alpinen Kaminzimmer hat er sich einen Traum erfüllt. Fachleute aus Salzburg reisten für eine Woche an, um den ganzen Raum mit Zirbenholz zu vertäfeln. Die Zirbe, Königin der Alpen und Baum des Jahres 1999, wächst nur in alpinen Hochlagen und kann bis zu 700 Jahre alt werden. Sie wächst langsam und ihr Holz ist daher sehr dicht, leicht und weich. Bereits seit frühester Zeit wird ihr Holz für Schnitzereien und Holzbildhauereien verwendet.
Seit drei Jahrzehnten bringt Johann Wilke Urlaubs-Erinnerungen aus den Bergen mit. Jetzt endlich, in seiner neuen Zirbenstube, kommen Schnupftabakdose, Bergkristall und der hölzerne Florian gebührend zur Geltung.
Die Liebe zum Detail war auch für Elektromeister Kai Fischer eine neue Herausforderung. Es galt, die Sammlerstücke optimal zu beleuchten. Die zahlreichen Dimmer, die dafür erforderlich waren, sollten allerdings nicht als endlose Kombination von Mehrfachrahmen den gemütlichen Raum verunstalten.

Für Elektromeister Kai Fischer eine Herausforderung

Ganz davon abgesehen, dass eine solche Anhäufung von Dimmern für niemanden mehr bedienbar gewesen wäre. Außerdem wünschte der Auftraggeber, mit einem Knopfdruck verschiedene Lichtstimmungen herzustellen.
Kai Fischer löste diese Probleme mit Powernet EIB. Die Reiheneinbau-Dimmer wurden dabei in einer gesonderten Unterverteilung versteckt. Mit dem Controller hat der Anwender nun seine gute Stube fest im Griff.
Auf Knopfdruck kann er verschiedene Lichtszenen aufrufen, die zum Beispiel einen behaglichen Kaminabend verschönern oder aber den Tisch für die gemütliche Rommé-Runde mit Freunden in den Mittelpunkt stellen. Die Bedienung des Controllers ist dabei für ihn kein Problem. Er empfindet sie nicht schwieriger als die Handhabung von Handy und Videorecorder.

Mehr Komfort für deutlich mehr Lebensqualität

Eine Lösung bleibt selten allein. Begeistert von der sauberen und schnellen Installation wurde Johann Wilke zu Powenet-Freund. Lange schon hatte ihn gestört, dass er zwar elektrische Jalousien hatte - trozdem aber zweimal täglich allen Fenstern im Haus einen Besuch abstatten musste, um diese Jalousien zu bedienen. Eine Zentralschaltung sollte her.

Bild_2
Johann Wilke und Elektromeister Kai Fischer freuen sich über die stimmungsvolle Beleuchtung, die sich aus einer Vielzahl gedimmter Leuchten zusammen setzt.
Der Lüdenscheider Elektromeister Fischer tauschte dazu die vorhandenen Jalousieschalter gegen Powernet-Schalter aus. Dadurch kann der Hauseigentümer mit seinem Controller jetzt alle Jalousien mit einem einzigen Konpfdruck fahren lassen.
Als im letzten Sommer der Garten neu gestaltet wurde, durften auch neue Außenleuchten nicht fehlen. Die Stromversorgung der Leuchten erfolgt aus dem Keller. Die Kabel zog Kai Fischer von den im Keller plazierten vier Powernet-Dimmern durch Kellerfenster und Erdreich zu den einzelnen Leuchten im Garten. Damit kann der Hausherr nun gemütlich in seiner Zirbenstube sitzen und mit dem Controller auch den Garten in verschiedene Lichtstimmungen tauchen.
Das Wohnhaus Wilke ist kein Einzelfall. Typisch ist laut Elektromeister Fischer, dass die Kunden - haben sie erst einmal die Bustechnik kennengelern - immer mehr wollen. Folgegeschäfte sind an der Tagesordnung. Selten bleibt es bei einer einzigen Problemlösung. Befinden sich erst einmal Bansperren, Phasenkoppler und Controller im Haus kommen die Kunden mit immer neuen Ideen. Das sind Chancen, die genutzt werden sollten.
Die Ängste vor neuen Techniken und Märkten abzubauen, ist heute die Voraussetzung, um das eigene Geschäft langfristig auf dem Markt zu positionieren.
Seit 1998 setzt Kai Fischer, der ein Jahr zuvor das Geschäft von seinem Vater übernommen hatte, Powernet ein. Anfangs gab es leider auch einige Kinderkrankheiten. Manchmal fielen Gräte ohne erkennbaren Grund aus und mussten ersetzt werden. Hier zeigten sich aber Hersteller und Außendienst äußerst hilfsbereit. Unbürokratisch wurden neue Geräte zu Verfügung gestellt und der Außendienstmitarbeiter war sofort zur Stelle, wenn irgendwelche Schwierigkeiten auftauchten.

Die Vorausseztung: Keine Angst vor neuer Technik

Mit der Übertragungssicherheit, häufig bei offenen Systemen wie Powernet argwöhnisch beäugt, gab es bei Fischers Anlagen bisher keine Probleme.
Kai Fischer kam zu Powernet, weil sich der Wunsch eines Kunden vor drei Jahren damit optimal lösen ließ. Dort waren wie bei Johann Wilke elektrische Jalousien vorhanden - der Kunde hätte sie aber gerne zentral vom Wohnzimmer aus geschaltet.
Fischer hatte zuvor schon über Powernet gelesen - für sich und seine Kunden aber bislang keine Einsatzmöglichkeiten gesehen. Nun konnte er mit einem Lösungsvorschlag überraschen, der ohne das Aufreißen sämtlicher Wände auskam.

Bild_3
Die Heilige Notburga aus Reith im Winkl - eines von vielen Sammlerstücken. Die Nische wird durch einen Halogen-Spot in der Decke direkt angestrahlt. Lichtschläuche, die in einer Fuge an der Innenseite für den Betrachter unsichtbar verlegt wurden, spenden indirektes Licht.
Der Kunde gab ihm den Auftrag, der Busch-Jäger Außendienstmann stand bei der ersten Programmierung mit Rat und Tat zur Seite, und Fischers Einstieg in die neue Technik war geschafft. Die Programmierung empfindet er dabei nicht als sonderlich kompliziert. "Man muß nur das Prinzip einmal verstanden haben."

Sich von den "Schlitzeklopfern" gezielt abzuheben ist die Herausforderung

Kai Fischer gehört damit zu den typischen Verarbeitern der EIB- und Powernet-Technik. Mit dem PC aufgewachsen, fehlen hier die Berührungsängste, die viele Installateure der älteren Generation noch haben. So unterscheidet sich sein Angebot immens von dem, was sein Vater noch vor wenigen Jahren seinen Kunden bieten konnte. Sogar Bioelektrische Messungen gehören heute zu Fischers Repertoire.
Sich abzuheben von reinen Schlitzeklopfern, Fachkenntnis, ständige Weiterbildung und hochqualifizierte Angebote sind nach Fischers Ansicht unverzichtbar, wenn man im hart umkämpften Markt überleben will.
Gerade kleinere Unternehmen wie Kai Fischer mit seinen vier Mitarbeitern, können so bestimmte Nischen besetzen, sich spezialisieren und fachlich profilieren.
Weil das Angebotsspektrum der Elektrobranche und die einzelnen Systeme immer komplexer und vielfältiger werden, arbeitet Fischer mit anderen Firmen zusammen, denn "man kann nicht alles wissen".
Beim Thema Lichttechnik kooperiert er mit einem Lichtplaner, der über eigene Ausstellungsräume verfügt. Dadurch kann Fischer seinen Kunden eine optimale Beratung bieten.
Darin, in der Spezialisierung auf bestimmte Bereiche und der Zusammenarbeit mit Fachleuten anderer Gebiete, sieht der Lüdenscheider Elektromeister sein persönliches Erfolgsrezept. Powernet ist dabei für ihn ein Mittel zum Zweck.

Schnelle und saubere Installation als Argument beim Kunden

Den Hauptvorteil für seine Kunden sieht Kai Fischer in der schnellen und sauberen Installation dieser Technik.
Ursprünglich als Technik zur Nachrüstung in Altbauten geplant, werden zunehmend auch Neubauten mit Powernet ausgestattet. Hier liegt der große Vorteil darin, dass der Installateur die Kabel wie gewohnt verlegen kann. Man muss nicht schon beim Bau, wie bei Systemen mit gesonderten Informations- oder Steuerleitungen, alle künftigen Verbraucher und Automationswünsche definieren und berücksichtigen.
Fleißig wird im Hause Busch-Jaeger an immer neuen Produkten gearbeitet. Neuestes Produkt ist ein 2-fach Unterputz-Binäreingang, der den Anschluss ganz normaler Schalter oder Bewegungsmelder an Powernet ermöglicht.
Der Schwerpunkt der Entwicklung liegt zur Zeit darin, die Programmierung immer mehr zu vereinfachen. In der Anfangsphase konnten Anlagen ausschließlich über den Controller programmiert werden. Das war bei kleinen Anlagen mit bis zu 10 Geräten gerade noch möglich. Bei größeren Anlagen wurde jedoch mancher Installateur fast zur Verzweiflung gebracht.
Heute gibt es Software, die unter Windows am PC die Programmierung ermöglicht. Diese Software, Power Project 2.6 ist die aktuelle Verion, stellt übersichtlich Räume, Geräte und Aktionen dar. Mit Hilfe der Maus können Geräte ganz einfach mit einer Aktion zugeordnet werden. Einmal erstellte Projekte können beliebig kopiert und verändert werden. Das macht die Programmierung einfach und effektiv.
Fazit - Die Entwicklung der Bustechnik geht weiter. Und wie in der Werbung, wo der bekannte Duisburger Tatort-Kommissar von der Yacht aus per Handy die Putzfrau im Klappbett einsperrt - so was kann man mit dem vorgestellten System schon lange. Unser Beispiel zeigt auch, wie agil junge Elektromeister sich heute auf dem Markt bewegen und wie erfolgreich sie dabei sind.

Sonja Pfaff
© 2001, FISCHER elektro, Lüdenscheid. Alle Rechte vorbehalten.